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11. März 2015

Backen mit Kindern: Zutrauliche Zimtschneckchen!

Die Entscheidung, mit Kind backen oder ohne, habe ich nicht, sofern das Kind anwesend ist. Es möchte helfen. Immer. Und so suche ich unaufhörlich nach Rezepten, die gut auch dann funktionieren, wenn wuselige Kinderhände das Backprojekt unterstützen wollen. Ein solches Rezpet ist das der zutraulichen Zimtschneckchen. Was man dafür braucht? Neben den Zutaten braucht man vor allem Zeit. Das liegt am Germteig. Damit der Backspaß durch langweilige Wartezeit nicht geschmälert wird, bedarf es ein wenig Planung. Doch das ist für Eltern im 21. Jahrhundert bekanntlich keine Herausforderung ;) In der Zubereitung von Germteig bin ich blutige Anfängerin. Mit frischem Germ fehlt mir bisher ein Erfolgserlebnis. Den Trockengerm kenne ich vom Brotbacken und damit klappten auch die Schneckchen. Germteig ist also nix für schnell, schnell; denn die Bakterien brauchen Wärme und Zeit, um die gewünschten Verbindungen aufzubauchen.

Zutaten für 18 bis 20 zutrauliche Zimtschneckchen

Germteig

500g Mehl
1 Sackerl Trockengerm
50g Butter (weich & in kleine Stücke geschnitten)
50g Brauner Zucker
1 Prise Salz
200ml lauwarme Milch

Zimtbutter

110g Butter (zerlassen)
2 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Ahornsirup Grad C
1 Esslöffel Vanillezucker
3 Esslöffel Zimt
optional: 2 Esslöffel geriebene Walnüsse 

4 Esslöfel Milch + 1 Eidotter zum Bepinseln (vor dem Backen)

Serviervorschlag mit Vanillesauce

1/2 Sackerl Vanillepudding
1/2l Milch

Und so wird's gemacht

1. Germteig zusammenrühren & kneten

Einsatz Kind: Die Trockenen Zutaten (Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz) in einer großen Schüssel gründlich vermengen. Jetzt die nassen Zutaten hinzufügen: lauwarme Milch, weiche Butterstückchen und Ei. Das durchkneten zu einem Teig sollte nicht allzu lange dauern, damit die Butter nicht allzu weich wird. Deshalb setzt der Erwachsene mit dem Kneten bitte fort, sobald das Kind w.o. gibt. Der Teig ist klebrig und schwer. Aus dem Teig eine Kugel formen, die Schüssel mit einem Geschirrhangerl, Klarsichtfolie oder Deckel abdecken und warm abstellen.

2. Jetzt müssen eineinhalb bis zwei Stunden Wartezeit überbrückt werden.

In unserem Fall reichte das für Vormittagsjause, Radfahren, Spätvormittagsjause.

3. Zimtbutter vorbereiten

Mit der Zimtbutter startet der kreative Teil des Backprojekts. Butter mit wenig Hitze zerlassen, alle Zutaten rein, gut verrühren.

4. Germteig dünn ausrollen & bestreichen

Nun den schon gut aufgegangenen Germteig auf einer bemehlten Fläche kurz ankneten und dann ausrollen. Der Teig sollte etwa fünf Millimeter dick sein und  deutlich länger als breit sein. Nun mit dem Backpinsel vollständig die Zimtbuttermischung auf dem Teig verteilen. Beim auftragen wird die Butter kalt und sperrig, was umso lustiger zum Pinseln ist, weil so lassen sich Blumen, Tiere und andere Lusitgkeiten auf den Teig malen.

5. Zusammenrollen & Schnipseln & Auflegen

Die schöne Zimtbutterzeichnung muss nun leider verschwinden. Dafür den Teig über die Länge ganz eng zusammenrollen, sodass eine sehr lange Teigpalatschinke entsteht. Diese nun in vier Zentimeter lange Teile schneiden. Achtung, dafür braucht's ein scharfes Messer! Im Querschnitt ist jetzt die Schneckenform zu erkennen. Die Stücke auf ein eingefettetes oder Backpapiergeschütztes Blech legen. Es muss ausrichend Platz zwischen den Schneckchen sein, weil, ...

6. ... 

ja, weil, die Schnecken jetzt nocheinmal eine Stunde, zugedeckt und warm gestellt rasten müssen um es sich auf dem schmucklosen Blech ordentlich bequem zu machen. An dieser Stelle muss ich zugegeben, dass durch die Warterei der Germteig in der Tat nicht der

7. Ab in den Ofen!

Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. 4 Esslöffel Milch mit Eidotter verquirrlen und die hoffentlich ordentlich aufgegangenen Schneckchen direkt vor dem Backofeneinzug damit bestreichen. Das macht sie schön knusprig. Im Ofen etwa 20 Minuten goldbraun backen. Die ganze Wohnung duftet nach wenigen Minuten nach Zucker und Zimt. So gut!

 8. Frisch genießen

Kurz runterkülen lassen und noch frisch genießen. Wir haben Sie mit Vanillesauce als Dessert gegessen. Herrlich!!!

Nach dem Ausrollen wird's lustig: Pinselspaß und Schnipselei folgt betörender Zimtbackduft.

6. März 2015

Selbstgemachtes Knuspermüsli

Ich bin Müsliesserin. Seit meine damals sechs Monate alte Tochter morgens Kaumaterial zwecks Funktionstraining der intensiv sprießenden Milchzähne brauchte. Heute ist das Baby von damals fünf. Die Müsliroutine am Morgen ist geblieben.

Dabei ist Müsli nicht gleich Müsli. Ich mag es nur bedingt süß und schon gar nicht kleinblättrig. Das ist wohl die Macht der Gewohnheit, weil dem Süssen in unserem Speiseplan eigentlich schon große Bedeutung zukommt. Aber das ist eine andere Geschichte. Fertige Mischungen in diversesten Geschmacksrichtungen, vielleicht sogar noch mit Milch angemischt, sind nicht willkommen. Ich mag es eher puristisch: Grossblättrige Getreideflocken, ganze Leinsamenkörner, getrocknete Apfelstückchen - die Mischung wird mit kochend heißem Wasser ein paar Minuten aufgequollen und unmittelbar vor dem Essen mit frischen Früchten und fettarmen Joghurt verfeinert.

Unlängst beim Frühstücken im Stammlokal Vindobona entdeckten wir dann das Granola. Und das ist natürlich süss. In Maßen als quasi Müsligewürz ist es knusperspitze. Und weil ich kein Palmfett im Essen mag und ganz allgemein darauf wert lege, lokale Produkte in Bio-Qualität zu nutzen, wurde das Internet nach einem gefälligen Knuspermüsli Rezept durchsucht.

Lange gesucht wurde nicht, weil von der Suchmaschine sofort auf derStandard.at verwiesen. Dem haben wir u.a. "Nie wieder schlechtes Brot" zu verdanken (das ist einen anderen Blog-Eintrag wert), so folgte ich dem USA-essbar Artikel zum Knusperspass bereitwillig.

Das Rezept ist denkbar einfach: Trockenes Müslizeugs der Wahl mit Zimt und Salz würzen und mit einer zu gleichen Teilen aus geschmacksneutralem Öl und Ahornsirup angerührten Glasur gründlich vermengen. Die Mischung dann auf einem Backblech verteilen und ab damit in den umlufterhitzten Ofen. Nach 25 Minuten duftet die Wohnung nach Zimtschnecke und die Mischung ist knackig knusprig. Jetzt noch - so gewollt - mit getrocknetem Früchtezeugs (in unserem Fall Cranberries und Rosinen) bestreuchen, auf das Blech drücken und auskühlen lassen. So sollten sich formidable Cluster bilden, ein Effekt, dem meine Granola-Mischung nicht entwickeln wollte. Vielleicht liegt es an den großen Flocken, die ich benutzt habe.

Das Granola nach 25 minütiger Heißluftkur: Knackig knusprig, aber nicht verclustert.
Heute Morgen wurde das Knuspermüsli natürlich Probe gegessen. Ich finde es gut, die Süße ist wenig aufdringlich. Es knackt und grummelt ganz ordentlich beim Kauen. Das Kind findet es auch gut. Damit wird das Rezept wohl wiedergenutzt werden.